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26.03.2026

Rosacea: Was du über deine Rosacea-Haut wissen solltest

Die Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung, die hauptsächlich im Gesicht auftritt. Sie zeigt sich durch Rötungen, erweiterte Äderchen und manchmal auch durch Pusteln oder Knötchen. Die Rosacea ist eine häufige Hauterkrankung in unseren Breitengraden.
Sie fängt meist im Erwachsenenalter subtil an. Erste Anzeichen sind oft geplatzte Äderchen im Nasenflügelbereich. Mit der Zeit kann sie sich immer mehr auf dem Gesicht ausbreiten und es kommen die typische Großporigkeit, eine fettige T-Zone und Entzündungen hinzu.

Wie entsteht eine Rosacea?

Der genaue Grund, warum Rosacea entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet eine Kombination aus genetischen Faktoren, Umweltfaktoren und einer Überreaktion des Immunsystems. Zudem gibt es eine Überpopulation einer bestimmten Hautmilbe auf der Haut von Rosacea-Patienten.

Häufige Auslöser sind UV-Strahlung, Stress, scharfe Speisen, Alkohol und extreme Temperaturen. Diese Faktoren können die Blutgefäße erweitern und eine Entzündungsreaktion auslösen, die zur typischen Gesichtsrötung führt. Auch Hautpflegeprodukte mit irritierenden Inhaltsstoffen können die Symptome verschlimmern.

Wichtig ist, die eigenen Auslöser zu kennen und zu vermeiden, um die Rosacea besser in den Griff zu bekommen und Einfluss auf ihren Verlauf zu nehmen.

Symptome der Rosacea: Wie erkennt man sie?

Rosacea zeigt sich oft durch anhaltende Gesichtsrötungen, vor allem auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Es kann auch zu sichtbaren Äderchen und kleinen, roten, manchmal eitrigen Pusteln kommen. Viele bemerken oft ein Brennen oder Stechen der Haut.

In schweren Fällen kann es zu Verdickungen der Haut, besonders auf der Nase, kommen. Ein weiteres Anzeichen ist eine trockene, gereizte Haut, die auf Temperaturveränderungen oder bestimmte Pflegeprodukte empfindlich reagiert.

Die drei Stadien der Rosacea

Die Rosacea entwickelt sich meist über Jahre und verläuft in verschiedenen Stadien:

Stadium 1 – Erste Rötungen
Hier zeigen sich oft nur leichte Rötungen im Gesicht, besonders auf den Wangen, der Nase und der Stirn. Diese Rötungen können spontan auftreten und verschwinden, sind aber oft durch verschiedene Auslöser bedingt, zum Beispiel durch Hitze oder Stress.

Stadium 2 – Äderchen und Pusteln
Neben Rötungen treten auch kleine, sichtbare Äderchen und manchmal Pusteln auf. Die Haut kann gereizt und empfindlich sein.

Stadium 3 – Dauerhafte Veränderungen
Dieses Stadium ist meist durch eine stärkere und dauerhafte Rötung gekennzeichnet, begleitet von Papeln und Pusteln. In schweren Fällen kann es zu einer Verdickung der Haut, besonders der Nase, kommen, was als Rhinophym bezeichnet wird. Das Rhinophym ist häufiger bei Männern und wird oft fälschlicherweise als „Trinkernase" bezeichnet – es ist aber eine untherapierte Rosacea im Endstadium.

Um solch schwere Symptome zu vermeiden, ist es wichtig, die Rosacea frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die Symptome zu lindern und das Fortschreiten zu verhindern.

Wie kann eine Rosacea behandelt werden?

Wenn ihr von einer Rosacea betroffen seid, gibt es mehrere medizinische Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können. Ein häufiger Ansatz ist die Verwendung von Cremes oder Gelen, die Antibiotika oder spezielle Wirkstoffe enthalten, um Entzündungen zu reduzieren. Ärzte verschreiben oft Mittel wie Metronidazol, Ivermectin oder Azelainsäure.

Bei stärkerer Ausprägung kann eine orale Antibiotikatherapie (Tabletten), wie Minocyclin, in Betracht gezogen werden. Diese helfen, Entzündungen von innen heraus zu bekämpfen.

Laser- und Lichttherapien sind ebenfalls effektiv, besonders bei der Behandlung von sichtbaren Blutgefäßen und dauerhafter Rötung. Diese Behandlungen können die Haut glätten und die Rötung reduzieren.

Zudem unterstützen Gesichtsbehandlungen wie HydraFacials dabei, die Entzündungen zu reduzieren und die Poren zu verkleinern. Hier müsst ihr aber immer darauf achten, dass die Kosmetikerin auf Rosacea spezialisiert ist – klassische Gesichtsbehandlungen oder der Einsatz von falschen Produkten können auch kontraproduktiv sein.

Es ist wichtig, mit einem Dermatologen oder einer Dermatologin zu sprechen, um die beste Behandlungsoption für euren individuellen Hauttyp zu finden. Zudem sollte ein langfristiger Plan entwickelt werden, um die Symptome zu lindern und die Hautstruktur zu verbessern.

Hilft eine bestimmte Ernährung bei der Rosacea?

Die Ernährung kann tatsächlich einen großen Einfluss auf eure Rosacea haben. Bestimmte Lebensmittel können die Gesichtsrötung verschlimmern. Scharfe Speisen, Alkohol und heiße Getränke sollte man idealerweise vermeiden, da diese oft zu Schüben führen können.

Zudem sind histaminhaltige Lebensmittel ein Trigger. Milchprodukte wirken generell entzündlich und sollten reduziert oder gänzlich vermieden werden. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Ernährungstagebücher können euch helfen, spezifische Auslöser zu identifizieren.

Cremes und Salben: Tipps zur Hautpflege bei Rosacea

Die richtige Pflegeroutine kann bei der Rosacea einen großen Unterschied machen. Alkohol und Duftstoffe würde ich immer generell meiden, bei der Rosacea können diese stark reizend wirken. Ich bin ein großer Freund von Pflegeprodukten mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Silymarin oder Phloretin. Diese helfen, die Haut zu beruhigen.

Zinkoxid und grüne Pigmente in der Creme können Rötungen kaschieren. Eine sanfte Reinigung ist besser als aggressive Peelings, um die natürliche Hautbarriere nicht zu stören.

Sonnenschutz ist ein Must-have, da die Sonne ein Rosacea-Trigger ist – SPF 50 sollte jeden Morgen genutzt werden, um einen Schub zu vermeiden.

Fazit

Auch wenn das jetzt viel Information ist – eine Rosacea kann man zwar nicht heilen, aber gut in den Griff bekommen. Oft ist es eine enge Zusammenarbeit zwischen einer Dermatologin oder einem Dermatologen, einer auf Rosacea spezialisierten Kosmetikerin und eurer eigenen Pflegeroutine und Ernährung, um eure Haut wieder strahlen zu lassen.