Frau mit langem Haar hält einen runden Handspiegel und betrachtet das Behandlungsergebniss ihrer Behandlung bei Skinthetics

20.03.2026

Aknenarben und Pickelmale: Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugung

Aknenarben und Pickelmale betreffen viele von uns – hier erfahrt ihr alles über die Ursachen, die neuesten Behandlungsmöglichkeiten und wie ihr effektiv vorbeugen könnt.

Akne ist eine der häufigsten Hautkrankheiten weltweit. Die meisten von uns leiden mindestens einmal im Leben unter Akne. Bei vielen von uns tritt die Akne überwiegend im Jugendalter auf, sie kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten und wird dann Akne tarda („Spätakne") genannt. Akne zeigt sich meist durch Mitesser (Komedone), Pickel und Pusteln. Bei stärkeren Entzündungen oder durch unsachgemäßes Ausdrücken der Pickel können unschöne Narben entstehen und oft sind neben den Narben auch Pickelmale sichtbar.

Rötliche Pickelmale entstehen durch vermehrten Blutfluss in der Region. Bräunliche Pickelmale entstehen durch eine vermehrte Melaninproduktion der Haut, welche durch die Entzündung hervorgerufen wird. Bräunliche Pickelmale können bei jedem Hauttyp auftreten, sind jedoch häufiger bei dunklerem Teint. Sie können mehrere Monate bestehen bleiben und werden auch postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH) genannt. Akne hat oft eine starke Auswirkung auf unser psychisches Wohlbefinden und viele fühlen sich einfach unwohl mit unreiner Haut.

Ursachen von Aknenarben und Pickelmalen

Aknenarben entstehen meist durch ausgeprägte Entzündungen oder unsachgemäßes Ausdrücken. Auch wenn man am liebsten die Pickel direkt ausdrücken möchte – am besten sollte man immer eine fachgerechte Ausreinigung bei der Kosmetikerin machen lassen, denn in der Regel verschlimmert man die Entzündungen durch das eigene Drücken.

Wenn die Entzündung bis in die Dermis (Lederhaut) reicht, wird das Kollagen und Elastin durch entzündliche Enzyme abgetragen und das Bindegewebe geschädigt. Beim Wiederaufbau werden die Zellen durch hartes Narbengewebe ersetzt. Zudem kann die Entzündung zu unschönen Pickelmalen führen.

Auch Sonnenexposition fördert die Entstehung von dunkleren Pickelmalen – also den Sonnenschutz nicht vergessen und direkte Sonnenexposition meiden.

Es gibt verschiedene Arten von Aknenarben, die häufig in Kombination auftreten. Im Idealfall sollte ein Facharzt oder eine Fachärztin analysieren, welche Narbenformen präsent sind und welche Behandlung für die Person individuell am besten geeignet ist.

Arten von Aknenarben und Pickelmalen

Eispickelnarben

Eispickelnarben sind kleine (bis max. 2 mm) Narben, welche so aussehen, als ob man mit einem Eispickel in die Haut geschlagen hat. Eispickelnarben sind eine der häufigsten Formen von Aknenarben, treten meist gehäuft auf und können bis in die Dermis oder Subcutis (Unterhaut) reichen.

Boxcar-Narben

Boxcar-Narben sind eingesunkene Narben, die oval oder eckig sein können. Diese Narben haben einen scharfen Rand und entstehen, wenn die oberflächliche Dermis geschädigt wird.

Rolling-Narben

Rolling-Narben sind tief liegende Narben, welche entstehen, wenn die untere Hautschicht und die Unterhaut geschädigt werden und sich Narbenstränge unter der Haut bilden. Diese Narben sind mit der Unterhaut verbunden. Die Haut ist uneben, wellig und oft bilden diese Narben eine M-Form.

Hypertrophe Narben

Hypertrophe Aknenarben zeichnen sich durch einen Überschuss an Narbengewebe aus, der jedoch in der Begrenzung der Entzündung bleibt. Diese Narben fühlen sich erhaben an, wenn man sie tastet.

Keloide Narben

Keloide Narben zeichnen sich durch eine deutliche Wucherung des Narbengewebes aus, welches weit über die Begrenzung der Entzündung hinausgeht. Keloide Narben haben oft eine genetische Komponente und manche Menschen haben dadurch eine höhere Tendenz zu dieser Form der Narbenbildung.

Pickelmale

Rötliche Pickelmale entstehen durch vermehrten Blutfluss in der Region. Bräunliche Pickelmale entstehen durch eine vermehrte Melaninproduktion der Haut, welche durch die Entzündung hervorgerufen wird. Bräunliche Pickelmale können bei jedem Hauttyp entstehen, sind jedoch häufiger bei dunklerem Teint. Sie können mehrere Monate bestehen bleiben und werden auch postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH) genannt.

Oft entwickelt man eine Kombination von verschiedenen Aknenarben, rötlichen und bräunlichen Pickelmalen, Komedonen und manchmal auch noch zusätzlich akuten Entzündungen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Aknenarben

Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Aknenarben. Ein Behandlungskonzept muss immer individuell auf die Person und den Typ der Aknenarben abgestimmt werden. Es gibt keine Behandlung, die für alle gleich gut oder richtig ist.

Laserbehandlungen

Es gibt viele verschiedene Laser auf dem Markt, welche man bei Aknenarben einsetzen kann. Eine häufige Behandlung erfolgt mit einem CO2- oder Fraxel-Laser. Obwohl diese Behandlungen gute Ergebnisse erzielen können, bin ich persönlich kein Freund dieser Laserbehandlungen bei Aknenarben: CO2-Laser haben ein nicht zu außer Acht lassendes Potenzial, selber zu einer Narbenbildung zu führen. Zudem haben sie ein höheres Pigmentationsrisiko als andere Behandlungen, d. h. man hat ein Risiko, dass sich die Haut nach der Laserbehandlung verfärbt. Daher ist dieser Laser auch nicht für dunklere Hauttypen geeignet. Zudem hat man nach dieser Behandlung eine erhöhte Ausfallzeit mit Krustenbildung.

Mein persönlicher Favorit für Aknenarben ist das Genius RF System, wo man mit Mikronadeln in die Haut geht und an der Nadelspitze Radiofrequenz-Energie direkt in die Haut abgibt. Durch die entstehenden Mikrokoagulationszonen wird das Narbengewebe zerstört und es erfolgt eine Stimulation von Kollagen und Elastin. Nach der Behandlung entstehen in der Regel hauptsächlich Rötungen und keine oder kaum Krusten, die Ausfallzeit ist geringer als nach einem CO2-Laser und das Risiko einer Hyperpigmentierung oder Narbenbildung ist deutlich reduziert. Zudem ist dieses Gerät für alle Hauttypen geeignet.

Chemische Peelings

Chemische Peelings wie TCA (Trichloressigsäure) oder Fruchtsäure können als eine gute Ergänzung zu weiteren Narbentherapien genutzt werden. Ich würde sie nicht als alleinige Therapie nutzen, da Peelings zwar als Ergänzung sehr hilfreich sein können, aber als alleinige Therapie nur bei milden Narben geeignet sind.

Green Peel

Das Green Peel ist ein von Dermatologen entwickeltes Peeling auf Kräuterbasis. Es ist vor allem bei milden Aknenarben mit braunen Pickelmalen geeignet oder wenn nur dunkle Pickelmale zu sehen sind, da sich sowohl die Narben als auch die Pigmentierungen durch das Peeling verbessern.

Dermabrasion

Bei der Dermabrasion wird die oberste Hautschicht durch ein Gerät abgeschliffen. Die Dermabrasion erfolgt meist im Dämmerschlaf. Nach der Behandlung entsteht, ähnlich wie beim CO2-Laser, eine deutliche Krustenbildung, welche sich nach 8–10 Tagen langsam löst. Ich persönlich zähle, ähnlich wie die CO2-Behandlung, diese Form der Narbenbehandlung nicht zu meinen Favoriten aufgrund der Ausfallzeit, der Narkose und des Risikos der zusätzlichen Narbenbildung.

Microneedling

Beim Microneedling werden durch multiple kleine Mikroverletzungen in der Haut körpereigene Heilungsmechanismen getriggert, welche zu einer Stimulation der Zellproduktion führen. Das Microneedling ist bei feinen Narben geeignet oder als Teil einer Kombinationsbehandlung. Man kann auch PRP (Platelet-Rich-Plasma/Eigenblut) zusätzlich mit einnadeln, damit die Wirkung verstärkt wird.

Achtet bitte hierbei immer darauf, dass es von einer Fachfrau oder einem Fachmann durchgeführt wird, da sich hier sehr die Geräte und die Behandler unterscheiden. Wir arbeiten mit dem SkinPen Precision bei Skinthetics – dem einzigen FDA-zugelassenen Microneedling-Gerät, dessen Wirkung in unabhängigen Studien nachgewiesen wurde.

Subzision

Bei der Subzision werden Narbenstränge durchtrennt. Dies wird oft mit bestimmten Instrumenten durchgeführt, welche unter die Haut eingeführt werden, um verbackene Narbenstränge zu lösen. Dies ist oft notwendig, um starke Aknenarben wirklich effektiv behandeln zu können. Ich persönlich nutze hier gerne die Kombination mit Biostimulatoren, um zu verhindern, dass die gelösten Stränge sich wieder verbacken.

Was kann ich bei Pickelmalen machen?

Bei bräunlichen Pickelmalen können verschiedene Behandlungsmethoden einzeln oder – je nach Ausprägung der Male – in Kombination eingesetzt werden. Meine persönlichen Favoriten sind:

  • Green Peel
  • Fruchtsäure
  • LaseMD mit TA

Rötliche Pickelmale reagieren meiner Erfahrung nach sehr gut auf den ICON von CynoSure Lutronic.

Wie kann ich Aknenarben und Pickelmale vorbeugen?

Um Aknenarben und Pickelmalen vorzubeugen, ist es wichtig, die Akne rechtzeitig und richtig zu therapieren, damit diese Folgen erst gar nicht entstehen. Bitte sucht den Dermatologen eures Vertrauens auf, wenn ihr unter Akne leidet. Denn oft braucht es verschreibungspflichtige Medikamente, um eine Akne gut in den Griff zu bekommen. Die ideale Situation ist, wenn euer Arzt oder eure Ärztin mit einer Kosmetikerin oder einem Kosmetiker zusammenarbeitet – denn oft ist die Kombination von den richtigen Medikamenten mit einer professionellen und auf Akne speziell zugeschnittenen Hautbehandlung die beste Kombination, um akute Entzündungen in den Griff zu bekommen.

Richtige Hautpflege und Reinigung

Auch hier: Sprecht mit eurem Dermatologen über die richtige Pflege, denn die falsche Pflege kann Akne verschlimmern. Reinigungsgele, leichte Seren und Lotionen anstelle von Cremes sind besser für fettige Aknehaut geeignet. Geeignete Wirkstoffe wie Retinol oder andere leichte Säuren solltet ihr in eure Pflege integrieren.

Vermeide es, Pickel auszudrücken

Obwohl es immer sehr schwierig ist – Finger weg vom Ausdrücken vor dem Spiegel. Hierbei werden die Bakterien noch tiefer in die Haut gedrückt und die Entzündungen verschlimmert.

Schutz vor Sonneneinstrahlung

Neben all den bekannten Benefits reduziert ein Sonnenschutz das Auftreten und die Verschlechterung von Pickelmalen. Achtet hierbei darauf, dass ihr einen leichten Sonnenschutz nehmt, der für Aknehaut geeignet ist.

Rauchen

Rauchen ist entzündungsfördernd und sollte unbedingt bei Akne gemieden werden. Zudem führt es zu einer schlechteren Wundheilung und verstärkt somit die Narbenbildung.

Ernährung

Achtet bei Akne auf eure Ernährung. Fast-Food, zuckerhaltige Lebensmittel und Milchprodukte fördern Entzündungen und sollten gemieden oder zumindest reduziert werden.

Fazit

Die Therapie der Aknenarben als auch der Pickelmale ist ein Marathon und kein Sprint. Je nach Ausprägung und Narbentyp solltet ihr mit mehreren Monaten rechnen, bis Aknenarben und Pickelmale verschwinden.

Wenn ihr unter Aknenarben und/oder Pickelmalen leidet, meldet euch beim Dermatologen eures Vertrauens, der ein Spektrum an Laser-, Peelings- und anderen Therapieoptionen anbietet. Denn meist ist eine Kombinationstherapie nicht nur schonender, sondern auch deutlich effektiver.

Geschrieben von:

Dr. Lucija Grittern has over 18 years of top-level training, from the University of Edinburgh to clinical placements in London and Charité, to international training highlights in Los Angeles and Brazil. Her expertise is backed up by specialist publications, media activities, and lectures.
Since 2018, she has been fulfilling her dream with Skinthetics, offering natural, comprehensive skin health at the highest level in Düsseldorf – with precision, empathy, and state-of-the-art aesthetic medicine.

Top international qualification
Studied in Edinburgh, specialist training at Charité and NRW — international expertise meets locally trusted dermatology.
Global expertise — key opinion leader
Worldwide publications, speaker roles for leading global filler and laser manufacturers and media recognition.
Continuous training for sustainable quality
Regular training courses in the USA, Brazil and international congresses — your skin benefits directly from cutting-edge science.
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